Besuch im Limesmuseum

Führung durch die Dauerausstellung

Am 1.12.2021 hatten wir (2BFW1/1 und 2BFW1/2) einen Besuch im Limesmuseum mit Frau Sowitzki und Frau Lissok. Wir haben sowohl das Museum als auch die Geschichte der römischen Zeit kennengelernt. Als wir das Limesmuseum in Aalen besuchten, bekamen wir in kleinen Gruppen einen Raum zugeteilt, über den wir berichten sollen.

Frau Sowitzki erklärte gleich zu Beginn unseres Besuchs, warum das Museum an dieser Stelle gebaut wurde. Sie erzählte uns von dem römischen Kastell und was in der Römerzeit hier geschah. Sie erklärte auch die römische Statue am Eingang. Sie war die eines Mannes [Trajan] mit Rüstung und einem muskulösen Körper, aber mit einem kleinen Kopf. Im ersten Raum waren die Helme der Römer. Diese hatten extra an den Seiten Ohrenschützer [Wangenkappen], dass das Ohr bei einem Kampf geschützt ist. Hinten haben sie außerdem einen Nackenschutz, der etwas länger ist, um die Halswirbelsäule zu schützen. Die Schwerter waren eine Hieb- und Stichwaffe mit gerader zweischneidiger Klinge.

Im zweiten Raum wurden verschiedenste „Alltagsgegenstände“ ausgestellt. Von Goldnadeln, die für die Säuberung der Ohren vorgesehen war, bis hin zur Fußfessel für Leute, die sich nicht an Regeln hielten. Früher haben die Römer auf die Münzen gebissen, um zu prüfen, ob es sich um echtes Geld gehandelt hat. Da das Gold kein hartes Metall ist, konnte man anhand von Bissabdrücken erkennen, ob es sich um Falschgeld oder echtes Gold handelt. Auch fand man Geschirr wie Teller, Gabeln und Messer. Teller und Becher wurden meist aus Ton, Holz oder in wohlhabenden Gegenden aus Silber hergestellt und verziert.

Ich war zusammen mit meiner Klasse und der Parallelklasse im Limes Museum, dort waren wir in einem Raum, wo wir die Hygienesachen von früher angeschaut haben. Die Römer, eines der fortschrittlichsten Völker, begann sich früh mit Hygiene und Schönheit zu befassen. So wurden beispielsweise Thermalbäder erbaut um sich nicht nur (wie heute) eine Auszeit zu gönnen, sondern auch um sich von Körperlichen schmutz zu trennen. Dabei waren sie sehr gründlich. Bevor sie aber in die Therme gingen, wuschen sie sich in Vorräumen mit Öl und einem Schaber gründlichst den Dreck von der Haut ab, bevor sie letztendlich die Therme betreten und baden gehen konnten. Anders war es bei den Latrinen. Während 15-20 Toiletten nebeneinanderstanden, wuschen sich alle mit einem Stock, an dem ein Stofffetzen hing, den Hintern ab. Dieser ging reih um und wurde danach nur in einen Eimer mit Wasser gestellt. Im Jahr 212 n. Christus haben die Römer für ihre Pflege Ohrputzgeräte genutzt. Diese sahen so aus wie die Werkzeuge von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt heutzutage, d.h. die Technik wurde übernommen. Meine Lehrerin erzählte dann die Geschichte das sie so eine Art Löffel für die Ohren hatten, um diese zu reinigen. Dazu gab es noch andere Accessoires, z.B. Haarnadeln oder Spielsteine, kleine Luxusgegenstände, Haarschmuck spielte eine Rolle bei der Brautschau. Mir hat besonders gefallen, dass sie früher die Ohren richtig gereinigt haben mit so einer Art Löffel haben sie einfach den ganzen Ohrenschmalz rausgelöffelt und nicht wie jetzt mit Wattestäbchen mehr reingedrückt. Die Römer waren nicht nur fortschrittlich was das Thema Hygiene anging, sondern sie legten auf Schönheit und ihr Aussehen großen Wert. So wurden zum Beispiel bei Ausgrabungen vergoldete Haarnadeln gefunden, um sich die Haare hochzustecken, denn sobald ein Mädchen ihre Periode bekam, galt diese als zeugungsfähig und wurde zu einer Frau und musste sich die Haare hochstecken, um zu zeigen, dass sie nun zur Frau geworden war.

Die Römer verzierten nicht nur ihre Teller, sondern auch ihre Pferde und Babys mit Amuletten. Böse Geister und Dämonen sollten beispielsweise bei Schlachten diese Amulette (meist an Pferden) ansehen und abgeschreckt werden, wie wir im vierten Raum sehen konnten. So auch bei ihren Neugeborenen. Diesen brauch übernahmen sie von den Etruskern. Per Bocksprung sind die Römer damals auch auf ihre Pferde gesprungen, wenn es keine Aufstieghilfe gab. Da die Sättel keine Steigbügel hatten und nicht immer ein Sklave da war, der einem hoch helfen konnte.

In Raum vier wurden unter anderem auch Masken ausgestellt, die für Feiern vorgesehen waren. Für den Kampf waren sie ungeeignet, da die Sicht beschränkt war und das Atmen unter diesen Metall-Masken sehr schwerfiel. Einer dieser Maskenhelme wurde im Reiterkastell in Aalen gefunden. Eine Maske vom Typus Alexander, ist heute im Limesmuseum in Aalen ausgestellt.

Work-Shop:

Am Ende der Tour des Limesmuseums, sind wir ein Stock höher gegangen und wir kamen in ein Bastelraum. Dort durften wir aus Kalbsleder einen Beutel und das Spiel Mühle selbst, indem in dem Beutel ein Mühlenfeld aufgemalt war. So gesehen ein Mühlenspiel „to Go“.

Wir haben zur allererst eine Schablohne bekommen, die rund war und zwei Öhrchen hatte. Die haben wir dann auf das Kalbsleder gelegt und umrandet. Danach schnitten wir den Kreis mit den zwei Öhrchen aus. Nachdem wir den Kreis ausgeschnitten hatten, haben wir noch eine zweite Schablohne für den Innenkreis bekommen. Die umrandeten wir erneut. Dann teilten wir den Kreis so zu sagen in acht gleich große Kuchenstückchen für das Rundmühlenspiel auf. In das Kalbsleder stachen wir noch Löcher rein und fädelten eine Schnur durch zum Zuziehen des Beutels. Danach durften wir uns sechs Steine in zwei verschiedenen Farben aussuchen. Nun war der Beutel mit Spiel fertig.

Spielregeln: Als erstes muss jeder so lange hintereinander einen Stein auf das Feld legen, bis man keine Steine mehr hat. Wenn man drei Steine in einer Reihe durch die Mitte hat, hat man gewonnen. Man darf nur ein Feld weiter pro Spielzug und man darf nicht springen.


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